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    Zirberol Spritz: Alpine Alternative zum Aperol Spritz

    Zirberol Spritz: Alpine Alternative zum Aperol Spritz

    Zirbe statt Orange: der alpine Waldbitter aus der Steiermark und wie du ihn mixt.

    JustinCocktail Enthusiast
    4 Min·veröffentlicht 04. Aug. 2026·aktualisiert 06. Aug. 2026

    Kurz gesagt

    Zirberol Spritz ist die alpine Antwort auf den Aperol Spritz: statt Bitterorange kommt Zirbenlikör aus der Steiermark ins Glas. Du mixt ihn aus 5 cl Zirberol, 10 cl Prosecco und einem Spritzer Soda auf viel Eis. Weniger süß, würzig-harzig und mit rund 6 Prozent Vol. genauso leicht wie das Original.

    Es gibt diesen einen Moment auf der Terrasse: Jemand nippt an seinem Glas, schaut rüber und fragt, was du da trinkst. Beim Zirberol Spritz passiert das ständig. Er sieht aus wie ein Aperol Spritz, schmeckt aber völlig anders. Statt Bitterorange steckt Zirbenlikör aus der Steiermark drin, harzig und würzig, deutlich weniger süß. Wenn dir der Aperol Spritz manchmal zu süß ist, ist das hier dein Drink. Wie er schmeckt, wie du ihn mixt und wann er passt, kommt jetzt. Alle anderen Varianten von Hugo bis Limoncello stehen in unserer Übersicht der Spritz Cocktails. Transparenz vorab: Der Artikel enthält einen Werbelink zum Zirberol auf Amazon, erkennbar am Sternchen.

    Was ist Zirberol?

    Zirberol ist ein Zirbenlikör vom Hödl Hof in Stubenberg am See in der Steiermark. Basis ist der rot-violette Saft echter Zirbenzapfen, dazu kommen natürliche Beerenfrüchte, ohne künstliche Farben oder Aromen. Mit 16 Prozent Vol. ist er ein Aperitif-Likör, den du mischst statt pur trinkst. Beim Falstaff Tasting 2023 gab es dafür 95 Punkte.

    Die Zirbe, botanisch Pinus cembra, wächst in den Hochlagen der Alpen. Ihre Zapfen sind stark aromatisch, harzig mit einer leicht süßlichen Note. Genau dieses Aroma landet über den Zapfensaft im Likör.

    Zirbe kennst du vielleicht als Zirbenschnaps aus der Almhütte, oft als Kurzen nach dem Essen. Ehrlich gesagt kannte ich sie vorher auch nur so. Der Zirberol nimmt genau dieses markante Waldaroma und macht daraus einen langen, leichten Aperitif statt eines Shots. Genau das ist der Reiz: Du bleibst länger im Zirbengeschmack, ohne dass es dir den Kopf wegzieht.

    Zirberol Spritz oder Aperol Spritz: was ist der Unterschied?

    Der größte Unterschied ist der Geschmack. Der Aperol Spritz ist fruchtig und süß mit klarer Bitterorange. Der Zirberol Spritz schmeckt würzig-harzig nach Zirbe, deutlich weniger süß und eine Spur herber. Beim Alkohol nehmen sie sich nichts: Fertig gemixt landen beide bei rund 6 Prozent Vol. Optisch ist Zirberol tiefer, ins Bernstein-Rötliche.

    Aperol Spritz

    Zirberol Spritz

    Basis

    Aperol, Bitterorange

    Zirberol, Zirbenlikör

    Geschmack

    fruchtig, bittersüß

    würzig, harzig, alpin

    Süße

    süß

    deutlich weniger süß

    Farbe

    leuchtend orange

    tiefes Bernstein-Rot

    Alkohol fertig

    ca. 6 Prozent Vol.

    ca. 6 Prozent Vol.

    Herkunft

    Italien

    Steiermark, Österreich

    Den Klassiker mit allen Handgriffen findest du in unserem Aperol Spritz Rezept. Suchst du generell nach Alternativen, haben wir die günstigen Aperol-Dupes im Vergleich. Das ist aber eine andere Baustelle: Dort geht es um billige Kopien des Originalgeschmacks, beim Zirberol um einen eigenständigen alpinen Charakter.

    Warum die geringere Süße so viel ausmacht? Süße ermüdet den Gaumen. Nach dem zweiten Aperol Spritz hat man oft genug. Der Zirberol bleibt durch die herbe Zirbennote länger spannend, was ihn zum guten Drink für lange Abende macht.

    Wie mixt du den Zirberol Spritz?

    Wie beim Aperol Spritz nach der Grundformel aus Likör, Prosecco und einem Schuss Soda auf viel Eis. Der Hödl Hof empfiehlt 5 cl Zirberol, 10 cl Prosecco und einen Spritzer Soda im großen Weinglas. Dazu eine Orangenscheibe und, wenn du drankommst, ein frischer Zirbenzweig. Fertig in unter zwei Minuten.

    Das liegt nah an der bekannten 3-2-1 Formel, nur mit einer Spur weniger Soda. Magst du es spritziger, gib einfach etwas mehr dazu. Wichtig ist wie immer: viel Eis und ein großes Glas, damit der Drink lange kalt bleibt und nicht verwässert.

    Ein kleines Detail macht viel aus: Drück den Zirbenzweig vor dem Garnieren kurz zwischen den Fingern. Das setzt das Harzöl frei, und der Drink riecht sofort nach Wald. Hast du keinen Zweig zur Hand, reicht die Orangenscheibe allein, der Zweig ist aber das i-Tüpfelchen.

    Zwei Varianten lohnen sich. Nimmst du trockenen Weißwein statt Prosecco, heißt der Drink Zirberol Spritzer und wird ruhiger. Mit Tonic oder Ginger Beer statt Prosecco wird ein Longdrink daraus. Der Filler entscheidet hier mehr über den Geschmack, als du denkst, also probier dich ruhig durch.

    Wann passt der Zirberol Spritz?

    Als Sommer-Aperitif vor dem Essen, am See, auf der Terrasse oder beim Grillen. Er ist leicht genug für den Nachmittag und würzig genug, um abends interessant zu bleiben. Weil er weniger süß ist als der Aperol Spritz, trinkt er sich auch über einen langen Abend gut, ohne dass er irgendwann pappig wird.

    Als Gastgeber-Drink ist er stark, weil ihn kaum jemand kennt. Die meisten Gäste haben Zirbe noch nie als Spritz getrunken, und genau die Frage nach dem Was-trinkst-du-da bringst du damit fast sicher. Für eine größere Runde haben wir eine eigene Anleitung für die Spritz Party mit Mengen und Ablauf.

    Zum Essen passt er zu allem, was ein Aperitif verträgt: salzige Snacks, Käse, Antipasti. Die leichte Bitterkeit macht Appetit, genau dafür ist ein Aperitif ja da.

    Unterm Strich ist der Zirberol Spritz die alpine Variante für alle, die den Spritz lieben, aber mal weg von der Orange wollen. Weniger süß, mehr Charakter, klar aus Österreich. Alle weiteren Varianten und die Grundlagen zum Spritz findest du in unserer Übersicht.

    Aus dem Neubach Shop

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    Justin

    Cocktail Enthusiast

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