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    Alkoholfreie Lillet-Alternativen im Vergleich

    Alkoholfreie Lillet-Alternativen im Vergleich

    Vier alkoholfreie Aperitifs für deinen Wildberry Lillet, ehrlich verglichen nach Preis und Geschmack.

    Tommy
    TommyClassy Cocktail Mixer
    8 Min·veröffentlicht 20. Aug. 2026·aktualisiert 20. Aug. 2026

    Kurz gesagt

    Lillet Blanc 0% ist die markengetreue, aber teurere Wahl für alkoholfreien Wildberry Lillet, rund 15 Euro. Martini Floreale ist der bewährte, günstigere Klassiker für rund 9 Euro. Martini Vibrante ist mit rund 8 Euro die preiswerteste Option, Undone No. 8 mit rund 19 Euro die teuerste, dafür explizit französisch positioniert. Das Mischverhältnis bleibt bei allen gleich: ein Teil Aperitif auf zwei Teile Wild Berry Limonade.

    Justin und ich hatten letztens Freunde da, und weil unsere Frauen eigentlich immer alkoholfreie Alternativen im Haus haben wollen, kam die Idee: Warum nicht einfach mal alle vier Lillet-Alternativen nebeneinander testen, statt wieder nur eine zu kaufen und zu hoffen, dass sie passt. Also haben wir Lillet Blanc 0%, Martini Floreale, Martini Vibrante und Undone No. 8 besorgt, teils bei Amazon bestellt, teils schnell im Supermarkt mitgenommen, und daraus einen kleinen alkoholfreien Testabend gemacht. Was dabei rauskam, überrascht dich vielleicht: Wir haben mehr Meinungsverschiedenheiten am Tisch gehabt als bei jedem Wein-Tasting davor. Das komplette Rezept mit Alkohol steht im Original Wildberry Lillet, die markengetreue alkoholfreie Version im Lillet Berry 0% Rezept.

    Was ist die beste alkoholfreie Alternative zu Lillet?

    Für den geschmacklich nächsten Treffer zum Original ist Lillet Blanc 0% die beste Wahl, weil es vom selben Haus in Podensac stammt und nach demselben Verfahren wie das alkoholische Original hergestellt wird. Willst du dagegen günstiger einsteigen, ist Martini Floreale der bewährte Klassiker, den schon mehrere Foodblogs seit Jahren als Ersatz nutzen.

    Was uns beim gemeinsamen Testen aufgefallen ist

    Das Interessante war: Wir haben alle vier nach demselben Rezept gemixt, ein Teil Aperitif-Alternative auf zwei Teile Wild Berry Limonade, gleiches Glas, gleiches Eis, gleiche Garnitur. Trotzdem kam am Ende vier komplett unterschiedliche Drinks dabei raus. Das lag nicht am Rezept, sondern rein an der Basis. Manche waren blumiger, manche herber, manche fast schon wie ein besserer Softdrink. Genau das macht den Vergleich so spannend, wenn du nur eine Flasche kennst, denkst du, alle alkoholfreien Aperitifs schmecken irgendwie gleich. Tun sie nicht.

    Wir waren uns am Tisch auch längst nicht einig, was am besten war. Die süßere, softdrinkartige Variante kam bei den meisten aus unserer Runde richtig gut an, gerade bei denen, die sonst wenig mit Aperitifs anfangen können. Ich persönlich fand die herbere Variante interessanter, ehrlich gesagt kommt mir das realistischer vor, näher am Original. Am Ende ist das aber Geschmackssache, und genau deshalb lohnt sich der Vergleich für dich selbst mehr als jede einzelne Empfehlung von uns.

    Lillet Blanc 0%: die markengetreue Wahl

    Lillet Blanc 0% ist kein Fan-Ersatz, sondern das offizielle alkoholfreie Produkt der Marke selbst. Es basiert auf über 50 Prozent entalkoholisiertem französischem Wein, verfeinert mit Zitrusfrucht und Chinarinden-Extrakt, gereift im Eichenfass wie das Original. Geschmacklich zeigt es sich fruchtig mit Akazienblüte, Orange, Pfirsich und Grapefruit.

    Was uns dabei aufgefallen ist: Anders als viele alkoholfreie Produkte wirkt es nicht flach oder eindimensional. Käuferstimmen bestätigen das durchgehend, der Geschmack kommt dem Original erstaunlich nah. Der Haken ist der Preis, mit rund 15 Euro liegt es über den Alternativen von Martini.

    Martini Floreale: der bewährte Klassiker

    Martini Floreale ist die etabliertere Alternative und schon länger im Umlauf als Lillet Blanc 0%. Die Basis ist entalkoholisierter Weißwein mit römischer Kamille, dazu kommen laut Hersteller über 40 weitere Pflanzenextrakte. Blumig und kräuterig statt fruchtig-zitrisch, mit einer leichten Süße vorne und einem bitteren Abgang, der ihn nicht kippelig süß werden lässt.

    In den Kundenbewertungen taucht dieses Bild sehr konsistent auf: mehrfach fällt das Wort ausbalanciert, mehrere Käufer beschreiben ihn als nah am Original-Martini-Geschmack, nur eben ohne die Umdrehungen. Ein paar Stimmen finden den Preis für eine alkoholfreie Flasche etwas hoch, die meisten sind aber zufrieden bis begeistert. Bei uns am Tisch war Floreale tatsächlich der Kompromiss, mit dem am Ende die meisten leben konnten, weder zu süß noch zu herb.

    Martini Vibrante und Undone No. 8: zwei weitere Optionen

    Martini Vibrante setzt auf Bergamotte statt Kamille und wird dadurch spritziger und einen Tick süßer, näher an einem Martini Bianco als an Lillet. In den Bewertungen wird er oft als belebend und fruchtig beschrieben, mit Zitrusfrische im Vordergrund. Für rund 8 Euro ist er der günstigste Kandidat im Vergleich und war bei unserer softdrinkaffinen Fraktion am Tisch klar der Favorit, leicht zugänglich, kein Gewöhnungseffekt nötig.

    Undone No. 8 Little French Aperitif positioniert sich explizit als französisch inspirierter alkoholfreier Aperitif, mit Noten von Pfirsich, Orange, Vanille und italienischen Kräutern, dazu eine feine Bitterkeit. Die Meinungen dazu gehen in den Bewertungen weiter auseinander als bei den anderen drei, die einen finden ihn richtig gut und nah am klassischen Wermut, andere vermissen genau diesen Wermut-Charakter. Für etwa 19 Euro ist er außerdem der teuerste im Feld.

    Warum überhaupt eine Alternative statt Verzicht?

    Der Wildberry Lillet lebt von zwei Dingen: der Wein-Aperitif-Basis und der Wild-Berry-Limonade obendrauf. Lässt du den Alkohol einfach weg und nimmst nur Saft oder Limo, fehlt genau die Struktur, die den Drink überhaupt erst interessant macht, die leichte Bitterkeit, die Kräuternote, das Erwachsene daran. Eine alkoholfreie Aperitif-Alternative schließt genau diese Lücke, ohne dass du auf Optik oder Trinkgefühl verzichten musst.

    Wir haben uns beim Test bewusst nicht nur den Geschmack pur angeschaut, sondern immer im fertigen Mix mit Wild Berry Limonade probiert, genau so, wie du den Drink zuhause machen würdest. Das verändert einiges: Manche Aromen, die pur sehr präsent wirken, treten im Mix in den Hintergrund, andere kommen erst durch die Süße der Limonade richtig zur Geltung.

    Wie wir getestet haben

    Alle vier Flaschen haben wir nach demselben Muster gemixt: ein Teil Aperitif-Alternative auf zwei Teile Schweppes Wild Berry, über reichlich Eis im großen Weinglas, mit Himbeeren und Minze garniert. So bleibt der Vergleich fair, weil nur die Basis wechselt und alles andere gleich bleibt. Genau das empfehlen wir dir auch, wenn du selbst vergleichen willst: Kauf dir zwei kleine Flaschen und probier sie im selben Rezept nebeneinander, das sagt mehr als jede Beschreibung.

    Ein Punkt, der uns beim Test aufgefallen ist: Die Reihenfolge beim Eingießen macht einen kleinen, aber merkbaren Unterschied. Gib die Aperitif-Alternative zuerst auf das Eis, dann die Limonade obendrauf, und rühr nur kurz um. So bleibt mehr Kohlensäure erhalten, und der Drink wirkt spritziger als wenn du beides vorher mischst.

    Preis und Geschmack im Überblick

    Damit du nicht selbst hin und her rechnen musst, haben wir die vier Kandidaten in eine Tabelle gepackt. Der Preis ist ein Richtwert und schwankt je nach Händler und Aktion.

    Marke

    Preis (ca.)

    Geschmack

    Kommt Lillet am nächsten

    Lillet Blanc 0%

    15 Euro

    Fruchtig, Akazienblüte, Orange, Pfirsich, Grapefruit

    Ja, markengetreu

    Martini Floreale

    9 Euro

    Blumig, Kamille, leichte Süße mit bitterem Abgang

    Nah, aber wermutiger

    Martini Vibrante

    8 Euro

    Bergamotte, spritzig, süßer, zitrusfrisch

    Eher entfernt, Richtung Bianco

    Undone No. 8

    19 Euro

    Pfirsich, Orange, Vanille, Kräuter, feine Bitterkeit

    Nah, andere Machart

    Für wen lohnt sich der Aufpreis bei Lillet Blanc 0%?

    Der Preisunterschied zwischen Martini Vibrante und Lillet Blanc 0% liegt bei rund 7 Euro pro Flasche, das ist auf eine ganze Flasche mit ungefähr 15 Portionen gerechnet weniger als 50 Cent pro Glas. Für einen einzelnen Abend mit Gästen, bei dem es auf den Geschmack ankommt, lohnt sich das aus unserer Sicht fast immer. Für den Alltagsdrink unter der Woche greifen wir selbst eher zur günstigeren Martini-Variante, ehrlich gesagt merkt man den Unterschied dort weniger, weil die Limonade sowieso viel vom Geschmacksbild übernimmt.

    Welche Alternative passt zu welchem Bedürfnis?

    Willst du so nah wie möglich am echten Lillet-Geschmack bleiben und der Preis spielt keine große Rolle, nimm Lillet Blanc 0%. Für den günstigen Alltagsdrink auf dem Balkon ist Martini Floreale die vernünftigste Wahl, bewährt und breit verfügbar. Geht es dir nur ums günstigste Preis-Leistungs-Verhältnis oder magst du es lieber süßer und softdrinkiger, ist Martini Vibrante dein Kandidat. Und wenn du auf Transparenz bei den Zutaten und eine explizit französische Ausrichtung Wert legst, ist Undone No. 8 einen Blick wert, auch wenn er der teuerste im Feld ist.

    Unser Fazit vom Testabend: Wir sind nach wie vor Fans von klassischen Cocktails mit Alkohol, das gehört für uns einfach zum Geschmacksprofil dazu. Aber Drinks wie der Wildberry Lillet lassen sich definitiv auch alkoholfrei richtig gut genießen, besser, als wir vorher gedacht hätten. Der schönste Nebeneffekt: So kann wirklich jeder am Tisch mitfeiern, egal ob mit oder ohne Alkohol, ohne dass jemand einen abgespeckten Drink bekommt. Am Ende raten wir dir: Bestell dir zwei oder drei kleine Flaschen und probier selbst durch. Das war bei uns der unterhaltsamste Teil des ganzen Abends.

    Egal für welche Flasche du dich entscheidest, das Mischverhältnis bleibt bei allen vieren gleich: ein Teil Aperitif-Alternative auf zwei Teile Wild Berry Limonade. Das passende Rezept mit der markengetreuen Variante haben wir dir im Lillet Berry 0% Rezept aufgeschrieben, mit Martini Floreale im Wild Berry alkoholfrei.

    Ein Hinweis, weil er wichtig ist: Alle vier hier genannten Produkte sind als alkoholfrei gekennzeichnet, dürfen laut Gesetz aber bis zu 0,5 Prozent Restalkohol enthalten. Ob ein Produkt wirklich 0,0 Prozent hat, prüfst du am Etikett der jeweiligen Flasche. Wir informieren hier nur, eine Gesundheitsempfehlung geben wir nicht, wir sind keine Ärzte.

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    Classy Cocktail Mixer

    Tom ist Mitgründer von Neubach Home und der Typ, der auf jeder Party freiwillig hinter der Hausbar landet. Was als Rumprobieren mit ein paar Flaschen in der Küche anfing, ist über die Jahre zur echten Leidenschaft geworden: Cocktails, die nicht nur gut aussehen, sondern auch schmecken – ganz ohne Barkeeper-Diplom. Für Neubach Home testet er Rezepte so lange, bis das Verhältnis stimmt, entwickelt die Cocktailkarten mit und arbeitet sich genüsslich durch Gin, Rum und alles, was die Hausbar so hergibt. Hier schreibt er über Drinks, Spirituosen und wie man Gäste mit wenig Aufwand beeindruckt.

    +500 Cocktails getestet, Mitgründer von Neubach Home, testet seit Jahren Rezepte in der eigenen Hausbar, Cocktailkurse belegt, Experte für Classy Cocktails

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