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    Dry January: alkoholfreie Cocktails für den Monat ohne

    Dry January: alkoholfreie Cocktails für den Monat ohne

    Einen Monat ohne Alkohol, ohne auf den Feierabend-Drink zu verzichten.

    Tommy
    TommyClassy Cocktail Mixer
    6 Min·veröffentlicht 21. Juli 2026·aktualisiert 24. Juli 2026

    Kurz gesagt

    Dry January bedeutet einen Monat ohne Alkohol, oft als Neustart nach den Feiertagen. Wer das Ritual des Feierabend-Drinks behält und nur den Alkohol weglässt, hält leichter durch. Herbe alkoholfreie Cocktails wie Gin Tonic, Negroni oder Wermut Tonic ermüden weniger als süße. Für einen Monat lohnen sich zwei bis drei gute Alternativen, am besten früh bestellt.

    Der erste Januar, der Vorsatz steht: einen Monat kein Alkohol. Dry January, die Tradition, das neue Jahr mit einer Pause zu starten. Was die meisten unterschätzen: Es geht nicht darum, auf den schönen Feierabend-Drink zu verzichten, sondern nur auf die Prozente darin. Mit guten alkoholfreien Cocktails behältst du das Ritual, das Glas in der Hand, den Moment auf dem Sofa, und lässt einfach den Alkohol weg. Hier bekommst du die Drinks und die Alternativen, mit denen der Monat leicht wird. Der Artikel gehört zu unserer Übersicht der alkoholfreien Cocktails. Transparenz vorab: Er enthält Werbe-Links zu Amazon.

    Was ist Dry January?

    Dry January bedeutet, den kompletten Januar über keinen Alkohol zu trinken. Einunddreißig Tage, ein klarer Anfang, ein klares Ende. Auf Deutsch liest du auch trockener Januar, gemeint ist dasselbe. Der Reiz liegt genau in diesem überschaubaren Rahmen: Es ist kein Versprechen fürs ganze Leben, sondern ein Test.

    Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Über Weihnachten und Silvester fließt bei den meisten deutlich mehr als sonst, und der Januar steht ohnehin für Neuanfänge. Für viele wird daraus die erste ehrliche Bestandsaufnahme seit Langem: Wie selbstverständlich ist das Feierabendbier eigentlich geworden?

    Wer hat den Dry January erfunden?

    Die Idee stammt von Emily Robinson. Sie verzichtete im Januar 2011 einen Monat lang auf Alkohol, um sich auf ihren ersten Halbmarathon vorzubereiten, und merkte, wie viel Interesse das in ihrem Umfeld auslöste. Im Jahr darauf ging sie zur britischen Organisation Alcohol Change UK, die damals noch Alcohol Concern hieß, und teilte ihre Erfahrung.

    Daraus wurde 2013 eine offizielle Kampagne, den Namen Dry January ließ sich die Organisation 2014 als Marke schützen. Die Details dazu stehen in der offiziellen Geschichte von Alcohol Change UK.

    Ganz neu war der Gedanke allerdings nicht. Schon 1942 rief Finnland einen Sober January aus, damals allerdings aus Kriegsgründen und nicht aus Gesundheitsgründen, wie das Time Magazine in seiner Rückschau beschreibt.

    Wie hat sich der Dry January entwickelt?

    Aus einer Nischenaktion ist eine Bewegung geworden. Im ersten Kampagnenjahr 2013 machten rund 4.000 Menschen mit. 2021 waren es allein in Großbritannien über vier Millionen. Auf der offiziellen Website meldeten sich 2023 mindestens 175.000 Teilnehmer an, und das ist nur der Bruchteil, der sich überhaupt registriert.

    In Deutschland läuft das Ganze weniger als organisierte Kampagne und mehr als persönlicher Vorsatz, sichtbar vor allem über den Hashtag in den sozialen Netzwerken. Die Teilnehmerzahlen wachsen hier ebenfalls, parallel zum wachsenden Regal an alkoholfreien Alternativen im Supermarkt.

    Was bringt ein Monat ohne Alkohol?

    Die interessanteste Zahl betrifft nicht den Januar selbst, sondern das, was danach passiert. Eine Befragung der Universität Sussex unter Teilnehmern des Jahres 2019 ergab, dass zwei Drittel den Monat komplett durchgehalten haben. Von diesen tranken knapp 60 Prozent auch ein halbes Jahr später noch weniger als vorher. Nachzulesen ist das unter anderem in der Berichterstattung des ZDF.

    Der Monat ist also für viele weniger eine Verzichtsübung als ein Reset. Teilnehmer berichten regelmäßig von mehr Energie und besserem Schlaf, aber das sind Selbstauskünfte, keine Diagnosen. Wir sind keine Ärzte und geben hier keine gesundheitlichen Empfehlungen ab. Wenn du Fragen zu deinem Konsum hast, ist eine Ärztin die richtige Adresse, nicht ein Cocktailblog.

    Was wir dagegen aus eigener Anschauung sagen können: Der häufigste Grund, warum Leute nach zehn Tagen abbrechen, ist nicht der Alkohol selbst. Es ist das fehlende Ritual. Wer abends immer ein Glas in der Hand hatte, vermisst genau das, dieses Glas. Und hier kommen alkoholfreie Cocktails ins Spiel: Sie geben dir das Ritual zurück, ohne dass du deinen Vorsatz brichst.

    Welche alkoholfreien Cocktails eignen sich für den Dry January?

    Die, die sich wie ein echter Drink anfühlen und nicht wie Saft. Setz auf herbe, erwachsene Drinks, die abends funktionieren, statt auf süße Limonaden, die nach drei Schluck langweilig werden. Diese vier sind unsere Dry-January-Stammgäste.

    Der Grund für die herbe Auswahl: Im Dry January trinkst du diese Drinks öfter als sonst, oft jeden Abend. Süße Drinks ermüden schnell, ein herber Gin Tonic oder ein Negroni bleibt spannend, Abend für Abend.

    Welche alkoholfreien Alternativen lohnen sich für einen Monat?

    Wenn du einen ganzen Monat durchziehst, lohnt sich die Investition in ein, zwei gute Flaschen. Rechne mit rund zehn Drinks pro 0,5-Liter-Flasche, für vier Wochen also zwei bis drei Alternativen, je nachdem wie oft du mixt. Unser Tipp: Fang mit einer Gin- und einer Aperitif-Alternative an, damit deckst du die meisten Feierabend-Drinks ab.

    Und der wichtige Praxis-Hinweis: Gute alkoholfreie Spirituosen stehen nicht im Supermarkt um die Ecke. Gerade im Januar sind manche Marken schnell ausverkauft, weil alle gleichzeitig starten. Bestell rechtzeitig, am besten schon Ende Dezember. Welche sich lohnen, steht in unseren Vergleichen.

    Warum wir den Dry January nicht mitmachen

    Wir ziehen den Januar nicht durch, und dafür gibt es einen simplen Grund. Wir testen Cocktails, das ist unser Ding. Vier Wochen komplett ohne hieße für uns vier Wochen nicht arbeiten.

    Was dabei gern falsch verstanden wird: Wir trinken vermutlich mehr als der Durchschnitt, aber nicht so, wie du jetzt denkst. Es gibt keine zehn Margaritas an einem Abend. Wir nehmen zwei, drei Schlucke, schreiben auf, was auffällt, und überlegen, was den Drink besser machen würde. Oft probieren wir die Zutaten einzeln durch, bevor alles zusammen in den Shaker wandert, einfach um zu verstehen, welche Zutat welchen Effekt hat und was in Kombination daraus wird. Für einen einzigen Cocktail geht dabei schon mal eine Stunde drauf.

    Dazu gehört das Aussehen, denn beim Cocktail trinkt das Auge mit. Genau deshalb bestellst du ihn in der Bar ja auch, weil er im Glas etwas hermacht. Und die Garnitur ist kein Deko-Kram, die arbeitet mit. Die Gurkenscheibe im Gin Tonic nimmt dem Wacholder die Spitze und macht den Drink weicher und frischer. Eine Scheibe Blutorange im Spritz zieht die bittere Seite nach vorn, statt sie zuzudecken. Lass die Garnitur weg, und der Drink schmeckt nicht nur langweiliger, sondern anders.

    Zwei Monate in den letzten vier Jahren gab es trotzdem, in denen wir gar nichts getestet haben. Das war dann unser trockener Monat, nur eben nicht im Januar.

    Und genau darum machen wir die alkoholfreien Tests. Wenn du den Januar durchziehst, ein ganzes Jahr aussetzt oder generell nichts trinkst, sollst du auf das Schöne an einem Cocktail nicht verzichten müssen. Nicht auf das Zusammenspiel der Zutaten, nicht auf das Glas, nicht auf die Garnitur. Dafür probieren wir uns durch die Alternativen, damit du es nicht musst.

    Wie halte ich den Dry January durch?

    Mit einem Plan statt mit Willenskraft. Leg dir zwei, drei Drinks fest, die du gern trinkst, und halt die Zutaten immer im Haus, damit der Griff zum alkoholfreien Drink genauso leicht ist wie der zur Weinflasche vorher. Das Ritual bleibt, nur der Inhalt ändert sich.

    Ein ehrliches Wort zum Schluss: Als alkoholfrei gekennzeichnete Produkte dürfen bis zu 0,5 Prozent Restalkohol enthalten. Wenn du den Monat aus persönlichen Gründen komplett ohne jeden Tropfen machen willst, achte auf die Angabe 0,0 Prozent und prüf das Etikett. Wir informieren hier nur und geben keine Empfehlung für besondere Situationen. Und wenn der Januar vorbei ist und dir der ein oder andere Drink geblieben ist, umso besser, dann war es mehr als nur ein Monat. Die ganze Auswahl findest du in unserer Rezeptsammlung.

    Aus dem Neubach Shop

    Häufige Fragen

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    Tommy

    Tommy

    Classy Cocktail Mixer

    Tom ist Mitgründer von Neubach Home und der Typ, der auf jeder Party freiwillig hinter der Hausbar landet. Was als Rumprobieren mit ein paar Flaschen in der Küche anfing, ist über die Jahre zur echten Leidenschaft geworden: Cocktails, die nicht nur gut aussehen, sondern auch schmecken – ganz ohne Barkeeper-Diplom. Für Neubach Home testet er Rezepte so lange, bis das Verhältnis stimmt, entwickelt die Cocktailkarten mit und arbeitet sich genüsslich durch Gin, Rum und alles, was die Hausbar so hergibt. Hier schreibt er über Drinks, Spirituosen und wie man Gäste mit wenig Aufwand beeindruckt.

    +500 Cocktails getestet, Mitgründer von Neubach Home, testet seit Jahren Rezepte in der eigenen Hausbar, Cocktailkurse belegt, Experte für Classy Cocktails

    Quellen

    1. Alkoholfreie Cocktails für Gäste und Anlässe· 21. Juli 2026
    2. Die offizielle Geschichte des Dry January· 24. Juli 2026
    3. Ursprung des Dry January, Emily Robinson und Sober January 1942· 24. Juli 2026
    4. Studie der Universität Sussex zu Teilnehmern 2019· 24. Juli 2026
    5. 4.000 Teilnehmer im ersten Kampagnenjahr 2013· 24. Juli 2026
    6. Über vier Millionen Teilnehmer in Großbritannien 2021· 24. Juli 2026