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    Hausbar-Gläser: diese Grundausstattung brauchst du wirklich

    Zwei Glasarten reichen zum Start. Welche das sind und in welcher Reihenfolge du aufrüstest

    Tommy
    TommyClassy Cocktail Mixer
    6 Min·veröffentlicht 14. Juli 2026·aktualisiert 24. Juli 2026

    Kurz gesagt

    Für den Start deiner Hausbar reichen zwei Glasarten: sechs große Longdrinkgläser und sechs Tumbler. Damit deckst du fast alle Cocktails ab, von Gin Tonic bis Old Fashioned. Spezialgläser wie Kupferbecher oder Martinigläser kommen erst dazu, wenn du die passenden Drinks regelmäßig mixt.

    Wer eine Hausbar aufbaut, kauft am Anfang fast immer zu viel. Wir kennen das, bei uns standen irgendwann vier angefangene Gläser-Sets im Schrank, von denen zwei nie benutzt wurden. Deshalb hier die ehrliche Liste: Was du wirklich brauchst, was warten kann und was du dir komplett sparen kannst. Die ausführliche Zuordnung, welcher Drink in welches Glas gehört, findest du in unserem großen Guide Welches Glas für welchen Cocktail.

    Welche Gläser gehören in die Hausbar-Grundausstattung?

    Zwei Glasarten, mehr nicht: sechs große Longdrinkgläser und sechs Tumbler. Die Longdrinkgläser übernehmen alles mit Filler, also Gin Tonic, Cuba Libre, Mojito und jeden Spritz. Die Tumbler übernehmen die kurzen Klassiker wie Old Fashioned, Caipirinha und Whiskey pur. Damit mixt du locker 80 Prozent aller gängigen Cocktails im richtigen Glas.

    Wichtig ist die Größe der Longdrinkgläser. Nimm welche mit 400 bis 500 ml, denn der häufigste Anfängerfehler ist zu wenig Platz für Eis. Viel Eis kühlt besser und verwässert langsamer, dafür braucht das Glas Volumen. Unser eigenes Set haben wir genau deshalb auf 500 ml ausgelegt, mit eingebranntem QR-Code, der dich direkt zu allen Rezepten in der App bringt.

    Warum reichen zwei Glasarten für den Anfang?

    Weil sich die meisten Cocktails wenige Glasformen teilen. Die Barwelt unterscheidet Dutzende Typen, aber zuhause zählt nur die Grundlogik: Drinks mit Filler brauchen ein hohes Glas mit viel Eis, kurze starke Drinks ein niedriges mit stabilem Boden. Alles andere ist Feinschliff, den kein Gast bemerkt.

    Ein Beispiel: Der Gin Tonic gehört klassisch ins Highball-Glas. Im großen Longdrinkglas funktioniert er genauso gut, du hast sogar mehr Platz für Eis und Gurke. Und der Aperol Spritz gehört ins Weinglas, aber die hast du vermutlich sowieso schon im Schrank. Genau so denkst du eine Hausbar praktisch statt akademisch.

    Die einzige echte Ausnahme sind Drinks, die ohne Eis ins Glas kommen, etwa ein Espresso Martini. Die brauchen irgendwann ein Glas mit Stiel, damit die Handwärme nicht an den Drink geht. Aber ehrlich: Bis du regelmäßig Shortdrinks machst, vergehen bei den meisten Hausbars Monate. Kauf das Martiniglas dann, nicht vorher.

    In welcher Reihenfolge rüstest du deine Hausbar-Gläser auf?

    Unsere Reihenfolge nach Jahren des Ausprobierens: erst Longdrinkgläser, dann Tumbler, dann lange nichts. Danach richtet sich alles nach deinen Lieblingsdrinks. Trinkst du oft Moscow Mule, lohnen Kupferbecher. Machst du gern Espresso Martini, kommen Martinigläser dazu. Kauf das Glas zum Drink, nie umgekehrt.

    So sieht der Stufenplan konkret aus:

    • Stufe 1: 6 große Longdrinkgläser (400 bis 500 ml). Deckt Longdrinks, Spritz, Bowle, Eiskaffee und alkoholfreie Drinks ab.
    • Stufe 2: 6 Tumbler mit dickem Boden. Deckt Old Fashioned, Caipirinha, Whiskey und alles Gemuddelte ab.
    • Stufe 3: Spezialgläser nach Lieblingsdrink. Kupferbecher für Mule, Martinigläser für Shortdrinks, Hurricane für Tiki. Nur kaufen, was du wirklich regelmäßig mixt.
    • Stufe 4: Sekt- und Shotgläser für Anlässe. Günstig, irgendwann praktisch, keine Eile.

    Der Punkt hinter der Reihenfolge: Jede Stufe muss sich erst beweisen. Wenn deine Longdrinkgläser dreimal die Woche im Einsatz sind, weißt du, dass sich Stufe 2 lohnt. Stehen sie nur rum, hast du wenigstens nicht vier Sets gekauft.

    Welche Gläser brauchst du für eine Cocktailparty?

    Für eine Party gilt: ein Glas pro Gast und Glasart, plus zwei Reserve. Bei acht Gästen heißt das mit einem 6er-Set Longdrinkgläser plus vorhandenen Wein- und Wassergläsern kommst du hin. Wichtiger als viele Glasarten ist, dass alle Gäste gleichzeitig einen vollen Drink halten können.

    Der Trick für entspannte Party-Abende: Beschränk die Karte. Zwei bis drei Drinks, die alle ins gleiche Glas passen, statt zehn Optionen mit fünf Glasformen. Ein Gin Tonic, ein Cuba Libre und ein alkoholfreier Spritz decken jede Runde ab und laufen alle über die Longdrinkgläser. Weniger Spülen, weniger Chaos, bessere Drinks.

    Die Mengenrechnung dazu musst du nicht selbst machen. Unser Party Planner in der App rechnet dir für deine Gästezahl die Rezepte, Mengen und die komplette Einkaufsliste aus. Du sagst nur, wie viele Leute kommen und was sie gern trinken.

    Wie bewahrst du Hausbar-Gläser richtig auf?

    Ein eigenes Fach, aufrecht stehend, griffbereit. Klingt banal, entscheidet aber darüber, ob du die Gläser benutzt. Gläser, die hinter drei Stapeln Tellern stehen, bleiben stehen. Und stapel Cocktailgläser nie ineinander, das gibt Spannungsrisse und irgendwann macht es beim Auseinanderziehen knack.

    Bei uns hat sich ein Platz nah am Kühlschrank bewährt. Eis, Glas und Zutaten in einem Griffradius, dann steht der Feierabend-Drink in zwei Minuten. Wenn du wenig Platz hast, ist das übrigens noch ein Grund für die Zwei-Glasarten-Regel: Zwölf Gläser passen in ein Schrankfach, vier Sets nicht.

    Welche Fehler solltest du beim Gläser-Kauf vermeiden?

    Die vier häufigsten Fehler: zu kleine Gläser, zu viele Spezialgläser, 4er-Sets und Gläser, die nicht in die Spülmaschine dürfen. Jeder einzelne sorgt dafür, dass Gläser im Schrank verstauben statt auf dem Tisch zu stehen. Und genau daran erkennst du eine gute Hausbar: Sie wird benutzt.

    Zu den 4er-Sets: Klingt nach genug, ist es nie. Sobald mehr als drei Gäste da sind, trinkt jemand aus dem Wasserglas, und ein Glas geht auf jeder guten Party sowieso zu Bruch. Sechs ist die richtige Zahl, mit Reserve.

    Und zur Spülmaschine: Ein Glas, das du von Hand spülen musst, benutzt du nach der dritten Party nicht mehr. Das ist keine Vermutung, das ist bei uns selbst so gelaufen. Achte beim Kauf auf spülmaschinenfestes Kristallglas, dann bleibt das Set auch nach einem Jahr klar.

    Was kommt nach den Gläsern?

    Erst wenn die Gläser stehen, lohnt der Blick auf Werkzeug: Shaker, Jigger und ein Barlöffel reichen als Grundausstattung fürs Mixen. Auch hier gilt die gleiche Regel wie bei den Gläsern, erst das Nötige, dann das Schöne. Ein Muddler kommt dazu, sobald du den ersten Mojito machst, keinen Tag früher.

    Und wenn zur Grundausstattung noch die passende Anleitung fehlt: Unsere Cocktail Rezeptkarten sind das Gegenstück zu den Gläsern, 50 Rezepte auf abwischbaren Karten, jede mit QR-Code direkt zum Rezept in der App.

    Wenn du beim Thema Gläser noch tiefer einsteigen willst, etwa warum der Moscow Mule in Kupfer gehört oder wann sich ein Hurricane-Glas lohnt, findest du alle Details im großen Guide Welches Glas für welchen Cocktail. Und unser 6er-Set mit 500 ml, Kristallglas und QR-Code direkt zur Rezeptwelt findest du auf der Seite zu unseren Cocktailgläsern.

    Aus dem Neubach Shop

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    Classy Cocktail Mixer

    Tom ist Mitgründer von Neubach Home und der Typ, der auf jeder Party freiwillig hinter der Hausbar landet. Was als Rumprobieren mit ein paar Flaschen in der Küche anfing, ist über die Jahre zur echten Leidenschaft geworden: Cocktails, die nicht nur gut aussehen, sondern auch schmecken – ganz ohne Barkeeper-Diplom. Für Neubach Home testet er Rezepte so lange, bis das Verhältnis stimmt, entwickelt die Cocktailkarten mit und arbeitet sich genüsslich durch Gin, Rum und alles, was die Hausbar so hergibt. Hier schreibt er über Drinks, Spirituosen und wie man Gäste mit wenig Aufwand beeindruckt.

    +500 Cocktails getestet, Mitgründer von Neubach Home, testet seit Jahren Rezepte in der eigenen Hausbar, Cocktailkurse belegt, Experte für Classy Cocktails

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