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Party Shots: Rezepte, Technik und was du zum Trinken brauchst
Wir haben alle 16 Party Shots an einem Abend getestet. Hier ist, was uns am besten gefallen hat, und wie du sie selbst machst.
Kurz gesagt
Alle 16 unserer Party-Shot-Rezepte in fünf Gruppen: Ritual-Shots, geschichtete Shots, Fun-Shots, Klassiker und gelierte Shots. Dazu die Layering-Technik für saubere Farbschichten, das klassische Tequila-Ritual und was du für Shots zuhause brauchst. Unsere Top 5 vom Testabend: Baby Guinness, Irish Flag, Mind Eraser, Pickleback und Chocolate Cake, alle mit echter Technik statt nur Eingießen.
Justin und ich mixen sonst eher Cocktails, bei denen man sich Gedanken macht, warum welcher Alkohol mit welchem anderen zusammenkommt, wie man ihn shaked, rührt und garniert. Shots sind da ehrlich gesagt eine ganz andere Welt. Für diesen Artikel haben wir uns trotzdem hingesetzt und alle 16 Shots aus unserer Sammlung an einem Abend durchgetestet, vom simplen Kamikaze bis zum dreifach geschichteten Irish Flag. Was macht einen guten Party-Shot eigentlich aus, wie schichtet man ihn richtig, und was brauchst du zuhause dafür? Genau darum geht es hier.
Was ist ein Shot eigentlich?
Ein Shot ist eine kleine, meist zwei bis vier Zentiliter große Portion, die in einem Zug getrunken wird, statt in Schlucken wie ein Longdrink oder Cocktail. Manche Shots sind reine Spirituose pur, andere sind gemixt oder geschichtet, wieder andere kommen mit einem festen Trinkritual, wie beim Tequila oder beim Mind Eraser mit Strohhalm. Genau diese Vielfalt an Formaten macht Shots zu einem eigenen kleinen Universum innerhalb der Cocktailwelt.
Die Layering-Technik für geschichtete Shots
Mehrere unserer Shots leben von sauber getrennten Farbschichten, der B-52, der Baby Guinness, der Irish Flag und der Slippery Nipple. Das Prinzip dahinter: Die dichteste, meist zuckrigste oder fettreichste Zutat kommt zuerst ins Glas. Jede weitere Zutat gießt du danach ganz langsam über den Rücken eines Barlöffels, sodass sie sanft auf der vorherigen Schicht landet, statt sich damit zu vermischen. Je höher Zucker- oder Fettgehalt, desto weiter unten landet die Zutat im fertigen Glas.
Hast du keinen Barlöffel zuhause, tut es auch der Rücken eines normalen Löffels oder ein Strohhalm, den du knapp über der Flüssigkeitsoberfläche hältst. Wichtig ist nur die Geschwindigkeit, gieß wirklich langsam, ein hastiger Schwung reißt die Schichten sofort durcheinander.
Tequila richtig trinken: Salz, Shot, Zitrone
Das klassische Tequila-Ritual läuft in einer festen Reihenfolge ab: Salz auf den Handrücken zwischen Daumen und Zeigefinger streuen, ablecken, den Tequila-Shot in einem Zug trinken, sofort danach in eine Zitronen- oder Limettenspalte beißen. Wo genau das Ritual herkommt, ist nicht sicher geklärt, international hat es sich trotzdem als feste Größe an jedem Tresen etabliert.
Shots selber machen: unsere 16 Party-Shot-Rezepte
Wir haben unsere Shots in fünf Gruppen sortiert, je nachdem, was den Charakter des jeweiligen Shots ausmacht. Ehrlich gesagt: Bei Shots gibt es kein Rezept, das nicht funktioniert hat, die Methode ist einfach, wie sie ist. Was uns aber schon aufgefallen ist, jeder Shot hat sein eigenes kleines Ding, ob das jetzt die Technik ist, das Ritual oder einfach der Überraschungseffekt beim ersten Schluck.
Ritual-Shots
Diese vier leben nicht vom Geschmack allein, sondern von der Art, wie du sie trinkst. Der Mexikaner überdeckt seinen Tequila fast komplett mit Tomate und Schärfe, der Kamikaze ist der Klassiker zum Shaker-Üben, der Pickleback ist eigentlich gar kein Mix-Rezept, sondern zwei Shots nacheinander, Whiskey direkt gefolgt von Gurkenwasser, und der Mind Eraser wird komplett mit dem Strohhalm in einem Zug leergesaugt. Genau der Mind Eraser war bei uns der Shot, über den am Ende am meisten geredet wurde, weil ihn kaum jemand am Tisch schon kannte.

Mexikaner
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Kamikaze
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Pickleback
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Mind Eraser
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Geschichtete Shots
Hier zählt die Optik mindestens so viel wie der Geschmack. Der B-52 ist der bekannteste Vertreter der Kategorie, der Baby Guinness sieht aus wie ein Mini-Pint Bier, obwohl kein Tropfen Bier drin ist, der Irish Flag zeigt drei Farben der irischen Flagge, und der Slippery Nipple kombiniert Sambuca und Baileys zu einem überraschend rund schmeckenden Zweierpaar. Alle vier waren bei uns die Shots, bei denen am Tisch am meisten fotografiert wurde, bevor überhaupt getrunken wurde.

B-52
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Baby Guinness
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Irish Flag
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Slippery Nipple
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Fun-Shots
Diese drei überraschen mit ihrem Geschmack. Der Chocolate Cake schmeckt dank Zitronen-Trick verblüffend nach Schokoladenkuchen, obwohl keine Schokolade drin ist. Der Solero ist unsere Shot-Version des bekannten Solero-Eis-Geschmacks, und der Lemon Drop ist die kompakte Party-Version des Lemon Drop Martini mit Zuckerrand.
Klassiker
Diese vier kennt fast jeder, der schon mal an einer Bar Shots bestellt hat. Der Jägerbomb, der Amaretto Sour als Shot-Format, der Sambuca mit seinem Drei-Kaffeebohnen-Ritual, und der Fireball mit seiner Zimtschärfe. Gute Standards für jede Party, wenn es nicht zu ausgefallen sein muss.

Jägerbomb
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Amaretto Sour
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Sambuca
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Fireball
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Gelierte Shots
Eine eigene Kategorie für sich: Jelly Shots aus Götterspeise und Wodka, wackelig statt flüssig. Für uns der überraschendste Programmpunkt des Abends, weil die Konsistenz so anders ist als bei allen anderen 15 Shots.
Unsere Top 5 vom Testabend
Nicht alle 16 Shots brauchen wirklich Technik, die meisten sind schlicht Zutaten rein, trinken, fertig. Diese fünf haben uns am besten gefallen, gerade weil hier tatsächlich etwas zu tun war, statt nur einzuschenken.
Baby Guinness: Das Floaten hat auf Anhieb geklappt, und der Moment, in dem alle am Tisch dachten, da wäre echtes Guinness im Glas, war einfach großartig.
Irish Flag: Der anspruchsvollste von allen, drei Schichten sauber übereinander zu bekommen braucht etwas Geduld, aber wenn es klappt, sieht das richtig gut aus.
Mind Eraser: Das Strohhalm-Ritual ist einfach ein Riesenspaß, jeder am Tisch wollte es sofort nochmal probieren, nachdem der erste durch war.
Pickleback: Am skeptischsten waren wir hier vorher, Whiskey und Gurkenwasser klang komisch. Am Ende waren wir alle überrascht, wie gut das zusammen funktioniert.
Chocolate Cake: Der Überraschungseffekt beim Zitronen-Trick ist kaum zu toppen, kaum jemand hätte vorher gedacht, dass da wirklich Kuchen-Geschmack entsteht.
Was braucht man für Shots zuhause?
Nicht viel. Ein paar Shotgläser sind das Minimum, für geschichtete Shots lohnt sich zusätzlich ein Barlöffel mit langem, gedrehtem Stiel, damit du die Zutaten sauber übereinander gießen kannst. Alles andere, Shaker, Jigger, Rührglas, hast du vermutlich sowieso schon, wenn du auch normale Cocktails machst.
Eine Sache, die uns bei der Vorbereitung aufgefallen ist: Wir haben für unsere Cocktailabende schon länger unsere eigenen Cocktailkarten, die wir einfach auf den Tisch legen, damit jeder Gast direkt sieht, was er sich mixen kann, ganz ohne App oder QR-Code-Scannen. Für die Shots hatten wir das noch nicht, also haben wir uns kurzerhand die Rezepte ausgedruckt und simpel hingelegt. Hat super funktioniert, war aber deutlich improvisierter als unsere richtigen Karten. Wer das Konzept noch nicht kennt, unsere Cocktailkarten sind für genau diesen Zweck gemacht und sparen dir genau diesen Basteldruck-Aufwand.
Shot-Trinkspiele für die Party
Neben den reinen Rezepten gibt es einen ganzen Markt an Shot-Trinkspielen, Shot-Roulette, Saufturm, Würfelspiele mit Shotgläsern statt normaler Punkte. Ein Roulette-Trinkspiel mit eingebauten Shotgläsern ist dabei eine der unkompliziertesten Varianten, Kugel werfen, Zahl ablesen, passendes Glas trinken oder weitergeben, fertig ist die Runde.
Ein Tipp aus unserem Testabend, den wir jedem für die nächste Party mitgeben würden: Nimm für eine Runde lieber ein paar der ungewöhnlicheren Shots aus dieser Liste statt immer nur den einen reinen Alkohol-Shot, den eh jeder schon zehnmal getrunken hat. Die meisten Leute kennen einen Baby Guinness oder einen Mind Eraser noch nicht, genau das bringt Gesprächsstoff an den Tisch, weil es plötzlich nicht mehr nur ums Trinken geht, sondern auch darum, wie der Shot überhaupt funktioniert.
Ein letzter ehrlicher Punkt zu unserem Testabend: 16 Shots an einem Abend summieren sich ordentlich, Shots wirken schneller und direkter als ein normaler Cocktail, weil du sie in einem Zug trinkst statt über zehn Minuten zu nippen. Plan das für deine eigene Party lieber mit ein, statt dich davon überraschen zu lassen. Bei uns war der Abend danach jedenfalls gelaufen, mit klassischem Cocktailtrinken war an dem Punkt nichts mehr, aber Spaß gemacht hat es allemal.
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Über 500 Rezepte, der AI Mixer und der Party-Planer warten in der Cocktailbar
Tommy
Classy Cocktail Mixer
Tom ist Mitgründer von Neubach Home und der Typ, der auf jeder Party freiwillig hinter der Hausbar landet. Was als Rumprobieren mit ein paar Flaschen in der Küche anfing, ist über die Jahre zur echten Leidenschaft geworden: Cocktails, die nicht nur gut aussehen, sondern auch schmecken – ganz ohne Barkeeper-Diplom. Für Neubach Home testet er Rezepte so lange, bis das Verhältnis stimmt, entwickelt die Cocktailkarten mit und arbeitet sich genüsslich durch Gin, Rum und alles, was die Hausbar so hergibt. Hier schreibt er über Drinks, Spirituosen und wie man Gäste mit wenig Aufwand beeindruckt.
+500 Cocktails getestet, Mitgründer von Neubach Home, testet seit Jahren Rezepte in der eigenen Hausbar, Cocktailkurse belegt, Experte für Classy Cocktails
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